Swiss Alpine Music

Alphornbläserwettbewerbe und -kurse

 

Um die Tradition des Alphornspiels zu fördern, luden die Organisatoren des ersten Unspunnen-Fests am 17. August 1805 Alphornspieler zu einem Wettbewerb ein. Die Organisatoren übernahmen die Rolle der Jury und die Frau des Statthalters hielt attraktive Preise für die beiden Teilnehmer bereit.

Am Wettbewerb drei Jahre später nahm nur ein einziger Alphornspieler teil: er gewann den Preis, ein Schaf, ohne Konkurrenz. Das Resultat dieses Wettbewerbs, der gar keiner war, waren Alphornkurse, die 1826 und 1827 in Grindelwald (Berner Oberland) stattfanden.

Dadurch erhielt das Alphornspiel neuen Aufwind. Vermehrt traten Alphornspieler bei Sehenswürdigkeiten für Touristen auf und erbaten eine Spende. Mancher Besucher fühlte sich gestört, so dass die Auftritte eingeschränkt und kontrolliert wurden, was die aufkommende Tradition des Alphornspiels wieder gefährdete.

1869 gab es einen Alphornwettbewerb mit acht Anwärtern in Siebnen, Kanton Schwyz. Am Hirtenfest in Wäggital 1876 nahmen sechs Spieler teil, aber ein überraschender Schneesturm verunmöglichte die Beendigung des Wettbewerbs. 1880 liess der Schweizerische Alpenclub 8 Alphörner herstellen, die ein Jahr später im Muothatal gespielt wurden.

Nach all diesen Höhen und Tiefen war es der 1910 gegründete Eidgenössische Jodlerverband, der die Tradition des Alphornspiels wiederbelebte. Ab 1921 organisierte der Verband Kurse für Alphorn, veröffentlichte Alphornlehrmittel und Notensammlungen mit traditionellen Stücken oder neu komponierten Melodien. Diesem Engagement ist es zu verdanken, dass heute das Alphornspiel von begabten Musikerinnen und Musikern im ganzen Land verbreitet ist.

Eidgenössischer Jodlerverband

Wettbewerbe
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