Swiss Alpine Music

Der Bau des Alphorns

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Bildlegende: Das Holz einer langsamgewachsenen Fichte ist die Basis für ein gutes Alphorn 
 

 

Obwohl sich Gebrauch und Spiel des Alphorns zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert mehrmals wandelten, hat sich die Form dieses Instruments nicht grundsätzlich verändert. Das Alphorn ist heute noch ein langes, konisches Rohr, am Ende gebogen wie ein Kuhhorn. Bis in die 1930er Jahre wurden zum Bau der Alphörner junge, an steilen Stellen krumm wachsende Kiefern verwendet. Da dieses alpine Holz langsam wächst, liegen die Jahrringe eng beieinander. Die ganzen Stämme wurden aufgeschnitten, ausgehöhlt und wieder zusammengefügt.

Heutige Alphornbauer verwenden auch andere Hölzer wie Esche oder fremde Materialien: so gibt es auch Hörner aus Carbon. Auch die Bautechnik hat sich geändert, indem meist einzelne Teile (Handrohr, Mittelrohr, Endrohr und Schallbecher) zusammengeklebt und anschliessend in Form geschnitzt werden.

Beide Methoden – das Aushöhlen oder Stück um Stück Zusammenfügen – benötigen etwa den gleichen Aufwand an Handarbeit. Mehr als 70 Stunden dauert das Bearbeiten mit dem Hohlmeissel, bis die Wandstärke 4 bis 7 Millimeter beträgt.

Die ausgehöhlten, zusammengefügten Stücke werden mit Ringen zusammengehalten. Ein kleiner hölzerner Stützfuss stabilisiert das Alphorn. Danach werden die Hörner mit Peddigrohr (Rattan) umwickelt. Früher wurden auch Leinenstreifen, Metallringe, Knochen oder Holz und Rindenstreifen aus Kirschbaum oder Birke verwendet.

Seit etwa hundert Jahren hilft ein Mundstück, das Blasen und somit die Töne besser zu kontrollieren.

Konstruktion

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